Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. In Auschwitz wurden mehr als eine Million Menschen ermordet. Der 27. Januar ist in Deutschland und weltweit ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.
Aus Anlass dieses Jahrestags lädt die Katholische Erwachsenenbildung Hochtaunus (KEB) gemeinsam mit der Katholischen Region Taunus zu einer Vortragsveranstaltung am Dienstag, 27. Januar 2026, um 20 Uhr in das Kulturcafé Windrose (Strackgasse 6, 61440 Oberursel) ein.
Unter dem Titel Spuren der Vergangenheit: „Vernichtung durch Arbeit“ – Konzentrationslager im Taunus stellt der Regionalhistoriker Bernd Vorläufer-Germer die Ergebnisse intensiver Quellenforschung vor. Seine Recherchen führten ihn in deutsche, britische, israelische und amerikanische Archive und geben Einblick in Orte im Taunus, die während des Zweiten Weltkriegs eine bedeutende Rolle spielten. Bauwerke und infrastrukturelle Anlagen in dieser Region entstanden unter anderem durch Zwangsarbeit von Häftlingen aus Konzentrationslagern. Anhand konkreter Beispiele wird das menschenverachtende nationalsozialistische Programm der sogenannten „Vernichtung durch Arbeit“ nachvollziehbar gemacht.
Der Vortrag berichtet unter anderem über das KZ-Außenlager „Tannenwald“ in der Nähe von Schloss Kransberg, ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, das Teil des ehemaligen Führerhauptquartiers „Adlerhorst“ war. Zudem werden das KZ-Außenlager Merzhausen auf dem Gelände des früheren Flugplatzes des Führerhauptquartiers, das dem SS-Sonderlager beziehungsweise KZ Hinzert im Hunsrück unterstand, sowie das KZ-Außenlager Hundstadt am Hasselborner Tunnel vorgestellt, das als sogenanntes Arbeitserziehungslager der Gestapo Frankfurt-Heddernheim geführt wurde.
Aus technischen Gründen wird der Vortrag in inhaltlich leicht gekürzter Form angeboten. Der Eintritt ist frei.