Erntekrone für Bundespräsidenten


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Hessen und das Bistum Limburg besucht. Am Sonntag, 6. Oktober, hat das Staatsoberhaupt in Kelkheim die Erntekrone des Deutschen Bauernverbandes entgegengenommen, der im Main-Taunus-Kreis von Landfrauen gebunden worden.
Die Übergabe der Erntekrone begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, in dem Generalvikar Dr. Wolfgang Pax und Kirchenpräsident Dr. Volker Jung die Dialogpredigt hielten.
„An Erntedank wird uns bewusst, dass Gott uns mit in seine Arbeit an der Schöpfung hineinnimmt. Unser Auftrag ist es, Leben zu fördern und zu stärken. Dazu gehört auch, heute so zu leben, dass die nächsten Generationen noch gut auf dieser Erde leben können. Und es geht noch um mehr: Leben fördern und stärken – das heißt auch: daran arbeiten, dass Menschen gerecht und in Frieden zusammenleben können“, sagt Jung in der Predigt. Er betont: „Im Hier und Heute geht es außerdem darum, dass Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, von dieser Arbeit leben können müssen.“
Achtsamkeit auf dem Acker und im Zusammenleben
Pax spannt den Bogen zur politischen Dimension: „Auch in diesem Jahr feiern wir Erntedank in einer unfriedlichen, auch bedrückenden Welt. Wir möchten daran erinnern, welch großes Geschenk in den vergangenen Jahrzehnten das Miteinander in Europa war. Das haben Menschen zusammen erarbeitet und Gott hat uns dadurch Frieden geschenkt. Auch hier ist es wie mit dem Kreislauf von Aussaat und Ernte: Achtsamkeit, Sorge und Pflege braucht es nicht allein auf dem Acker, sondern auch in unserem sozialen und demokratischen Zusammenleben.“
Der Bundespräsident bedankte sich beim Deutschen Landfrauenverband dafür, dass er für Stabilität, für Freiheit und für Demokratie eintrete. Der Zusammenhalt zwischen Stadt und Land bleibe wichtig. Zusammenhalt sei die Voraussetzung von Demokratie. Wir bräuchten gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Die Landfrauen treten dafür ein, dass Dialog und Gespräch im ländlichen Raum vorhanden bleibt. Sie treten für eine lebendige Zukunft für den ländlichen Raum ein.